Historischer Marktplatz von Jena

Die Gute Stube und der Hanfried

Die Stadt Jena ist wohl schon immer ein begehrter und bekannter Handelsplatz gewesen. Bauern und Gärtner aus Jena und Umgebung boten ihre Waren auf dem Jenaer Marktplatz an. Dies hat sich bis heute nicht geändert und so werden noch immer an einigen Tagen der Woche Waren wie Obst, Gemüse und Blumen auf dem historischen Marktplatz und angrenzenden Flächen verkauft.

Der Jenaer Marktplatz ist mit den historischen Gebäuden und dem Denkmal von Hanfried nicht nur eine gewisse Augenweide, er ist auch einer der größten Marktplätze Thüringens. Die Einheimischen nennen den Platz liebevoll Jenas „gute Stube“.

Der markante Mittelpunkt des Marktplatzes ist das Hanfried-Denkmal, welches eine überlebensgroße Bronzefigur mit Schwert und Bibel darstellt. Es ist dem Begründer der Jenaer Universität, Johann Friedrich dem Großmütigen, gewidmet.

Das wohl imposanteste Gebäude am Markt ist das in den Jahren 1377 bis 1380 erbaute Rathaus. Es gehört zu den ältesten erhaltenen deutschen Rathausbauten.

 

An der Südseite des Platzes befindet sich der Bismarckbrunnen. Er wurde 1894 zur Ehrung und zur Erinnerung an den Besuch des deutschen Reichskanzlers an der Stelle angelegt, wo Bismarck während seines Besuches im Sommer 1892 zu den Bürgern Jenas gesprochen hatte.

Die „Alte Göhre“ an der nördlichen Seite des Marktplatzes sowie die „Neue Göhre“ sind Kulturdenkmale des Landes Thüringen und beherbergen seit den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts das Stadtmuseum und eine Kunstgalerie.

Man braucht schon etwas Geduld, um ein Foto des historischen Marktplatzes von Jena zu schießen, ohne dass Dutzende von Menschen durch das Bild laufen.